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​Schlechtestes Zeugnis Bayerns: Piazolo lobt JVA-Lehrer aus Kastl

Ein Notendurchschnitt von 4,1 mit insgesamt zwei Fünfern und einer Sechs im Jahreszeugnis: Anton Gschrei aus Kastl sahnte den ANTENNE BAYERN Bayern-Rekord für den Lehrer mit dem schlechtesten Jahreszeugnis ab und darf sich nun über ein ganz besonderes Erlebnis-Wochenende freuen. Prof. Dr. Michael Piazolo, Kultusminister Bayerns, lobte die Entwicklung des heutigen JVA-Lehrers.

Welche Lehrerin oder welcher Lehrer hatte zur Schulzeit das schlechteste Zeugnis? Diese Frage stellte der landesweite Radiosender ANTENNE BAYERN zu Beginn dieser Woche seinen Hörern und begab sich auf die Suche nach einem ganz besonderen Bayern-Rekord. Auch Anton Gschrei aus Kastl bei Altötting meldete sich und zählte auf: Englisch: 6, Mathe: 5 und Musik: 5. Sein Notendurchschnitt im Jahreszeugnis der sechsten Klasse: 4,1.

Im Gespräch mit den beiden ANTENNE BAYERN-Moderatoren Djamil Deininger und Indra erinnerte sich der 59-Jährige an einen Schlüsselmoment, der schließlich alles veränderte: „In der siebten oder achten Klasse hatte ich eine Lehrerin, die hat mich begeistert. Ich habe da auch zum ersten Mal in meiner Schullaufbahn eine Eins bekommen. Das war für mich damals etwas Besonderes, Anerkennung zu bekommen und das hat dazu geführt, dass ich dann auch gerne hingegangen bin und es besser geworden ist“. Mittlerweile ist der Kastler Lehrer an der JVA in Laufen-Lebenau und führt junge Häftlinge zum Mittelschulabschluss. Sein Motto heute: „Wenn man ein Ziel hat, dann schafft man das auch“.

Bis zum gestrigen Finalmoment um kurz nach 8 Uhr konnte keiner mehr den Notendurchschnitt von Anton über- bzw. unterbieten. Für das Radioteam stand fest: „Lieber Toni, du bist offiziell Bayern-Rekordler und deshalb würden wir dir gerne eine Freude machen: Normalerweise fahren Einser-Schüler in den Sommerferien kostenfrei auf Bayerns Seen. Da du nun Rekordhalter bist, darfst auch du dich jetzt auf die Ausflugsschiffe im Freistaat freuen“.

Toni war glücklich - auch weil es obendrauf noch ein dickes Lob von Prof. Dr. Michael Piazolo, Kultusminister Bayerns, für seine Entwicklung gab. „Ich glaube, das war jetzt ein tolles Beispiel. Da kann man ihm gratulieren, dass er, obwohl er ein schlechtes Zeugnis hatte, sich so entwickelt hat, heute Lehrer ist und immer gekämpft hat. Das zeigt auch, dass man sich durch schlechte Noten nicht entmutigen lassen soll und darf. Sondern: Immer weitermachen, an sich selber glauben und dann schafft man auch das, was man sich vornimmt“, so Piazolo.